Success Story - "FDA-konforme Mischerwellendichtung"

30.06.2011

Mischerwellendichtung FDA-konform umgerüstet

Für die Firma amixon, Hersteller von Präzisionsmischern, hat Freudenberg Process Seals auf der Basis des Standard Simmerring® Radiamatic® HTS II eine geteilte Anpassungslösung entwickelt.

Hintergrund des gemeinsamen Projekts war der Wunsch von amixon die Vorteile einer Lippendichtung für seine Mischerbaureihen konsequent zu nutzen. Jedoch verursachen diese bei einem Wechsel, ebenso wie Gleitringdichtungen, einen erheblichen Montageaufwand, da die Lagerung oder das Getriebe von der Mischwerkwelle zu entfernen ist. Darüber hinaus müsste entsprechender Montagefreiraum oberhalb des Mischers vorgehalten werden. Aus diesem Grund formulierte amixon das Entwicklungsziel, Bauräume und Montagevorteile vorhandener Stopfbuchspackungen mit Hygiene- und Standzeit-Vorteilen der Lippendichtungen zu kombinieren.

Da der PTFE-Simmerring® Radiamatic® HTS II grundsätzlich für offene Einbauräume konzipiert ist und der PTFE-Dichtkörper mit Dichtlippe drehtechnisch hergestellt wird, sind ideale Voraussetzungen gegeben. Mit dieser flexiblen Fertigungsmethode kann die Lippendichtung individuell auf Einbauräume und Einsatzbedingungen angepasst werden, wodurch entscheidende Vorteile bei der Umstellung der Wellenabdichtung von Mischern und Rührern entstehen.

 

Eigenschaften des PTFE-Simmerring® Radiamatic® HTS II

Mit einer bündig zum Produktraum hin angeordneten Dichtlippe ist der PTFE-Simmerring® Radiamatic® HTS II eine spalt- und totraumarme Wellenabdichtung, die speziell für FDA-konforme Konstruktionen von Mischern und Rührern entwickelt wurde. Der wesentliche Entwicklungsschritt hin zu einer spalt- und totraumarmen Lösung ist die zur Produktseite bündige Anordnung der Dichtlippe. Da diese keine Feder besitzt, können auch keine Nester entstehen. Die Dichtlippe des HTS II ist so gestaltet, dass die genau definierte Kontaktfläche unter allen Betriebsbedingungen nahezu konstant bleibt. Damit dient das besondere Dichtlippenprofil der Optimierung von Anpresskräften. Die Dichtlippe wird beim Einbau zusätzlich elastisch verformt und spannt sich dann im Betrieb selbsttätig nach, wobei sich die Dichtkraft mit steigendem Druck erhöht. Auch ein Temperaturanstieg wirkt rückformend auf die Dichtlippe. Damit gewährleistet dieser Wellendichtring auch bei hohen Umfangsgeschwindigkeiten oder hohen Drücken eine ausgezeichnete Dichtsicherheit. Die Folge daraus ist, dass Reibung und Verschleiß so stark reduziert werden und sich auch bei Trockenlauf und im Kontakt mit Pulvern und Stäuben keine Nachteile für die Standzeiten ergeben.

 

Fazit

Zwischenzeitlich konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. amixon hat die eigenen Bearbeitungsverfahren weiterentwickelt, um existierende Stopfbuchsabdichtungen älterer amixon- und Ruberg-Mischer vor Ort im Mischbetrieb auf hygienische Lippendichtungen umrüsten zu können.

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